MODUL Finanzen

TAG 4

08:00–12:30 Uhr (mit Pausen)
Unternehmensfinanzierung und -aufsicht

Die Verknüpfung der Unternehmensfinanzierung mit dem relevanten regulatorischen Umfeld ist für Aufsichtsräte außerordentlich bedeutend. Welches sind sinnvolle Rahmenbedingungen für eine stabile Unternehmensfinanzierung? Die Finanzierungsstrategie hängt vom Geschäftsmodell des Unternehmens ab, und davon abhängig sind wiederum Finanzierungsformen und
-quellen. Finanzierungsentscheidungen beeinflussen den Unternehmenswert. Sondersituationen ergeben sich bei Akquisitionen und deren Finanzierung, bei finanzieller Krise sowie Liquiditätsenge. Praxisbeispiele und Fallstudien beziehen die Teilnehmer aktiv ein.
  • Unternehmensfinanzierung aus Aufsichtsratssicht
  • Unternehmenswert und Einfluss von Finanzierungen
  • Gestaltungsoptionen ausgewählter Finanzierungsformen
  • Herausforderungen in Sondersituationen

 

13:30–18:00 Uhr (mit Pausen)
Professionelle Finanz(markt)kommunikation

Stehen strategische Entscheidungen an oder ist das Unternehmen in einer Krise, sprechen Medien und andere
Stakeholder den Aufsichtsrat immer häufiger direkt an. Die Kommunikation mit dem Finanzmarkt ist keine operative Aufgabe des Aufsichtsrats, aber ein geschäftspolitisches Handlungsfeld, dessen Spieler, Regeln und Werkzeuge er kennen sollte. Doch auch zu normalen Zeiten sollte der Aufsichtsrat die Kommunikation „seines“ Unternehmens mit professionellem Blick verfolgen können, um zum Beispiel das öffentliche Bild mit der Unternehmenswirklichkeit abzugleichen. Als Repräsentant der Eigentümer trägt er Mitverantwortung für Transparenz, Wahrheit und Klarheit in der Kommunikation.
  • Akteure und Instrumente der Finanz(markt)kommunikation
  • Kapitalmarktfähiges Reporting: Investor und Creditor Relations
  • Umgang mit kritischen Aktionären und (elektronischen) Medien
  • Rechtlicher Rahmen: Insiderkommunikation und Ad-hoc-Publizität

 

TAG 5

08:00–18:00 Uhr (mit Pausen)
Bilanzpolitik, Jahresabschlussanalyse und Prüfbericht

Jedes Aufsichtsratsmitglied benötigt ein grundlegendes Verständnis von Jahresabschlussunterlagen. Dazu gehört die Fähigkeit, bilanzpolitische Maßnahmen des Managements sowie die dem Aufsichtsrat vorgelegten Prüfungsberichte des Abschlussprüfers zu verstehen, zu bewerten und daraus eigene Schlussfolgerungen zu ziehen. Im Rahmen des Workshops werden diese Kompetenzen vor allem handlungsorientiert anhand einer Fallstudie mit anschließender Simulation einer Prüfungsausschusssitzung vermittelt.
  • Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses nebst Lageberichten durch den Aufsichtsrat
  • Bilanzpolitik und Bilanzanalyse
  • Auswahl des Abschlussprüfers
  • Berichterstattung des Abschlussprüfers im Prüfungsausschuss und Aufsichtsrat

 

TAG 6

08:00–12:30 Uhr (mit Pausen)
Der Prüfungsausschuss: überwachung der Steuerungs- und Kontrollsysteme

Mit dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz hat der Gesetzgeber klargestellt, dass der Prüfungsausschuss regelmäßig die Wirksamkeit der internen Steuerungsund Kontrollsysteme zu überwachen hat. Ist kein Prüfungsausschuss eingerichtet, hat diese Aufgabe der Aufsichtsrat zu übernehmen. Der Seminarteil beinhaltet die Simulation einer Prüfungsausschusssitzung zur Befassung mit den Systemen.
  • Elemente der Systemlandschaft (internes Kontrollsystem, Risikomanagementsystem, internes Revisionssystem)
  • Typische Schwächen der Systeme
  • überwachung der Systemwirksamkeit durch den Prüfungsausschuss bzw. Aufsichtsrat
  • Abschlussprüfung und Systemüberwachung

 

13:30–18:00 Uhr (mit Pausen)
Fraud Management und Aufsichtspflicht

Fraud taucht in vielen Variationen im unternehmerischen Umfeld auf. Ebenso variantenreich sind die Regelungen, die ein Unternehmen beachten muss. Die Verantwortung für die Compliance-Regelung liegt auch beim Aufsichtsrat, der dafür haftet, wenn er seiner Verantwortung nicht gerecht wird. Das rechtzeitige Erkennen von Warnhinweisen kann helfen, noch zum richtigen Zeitpunkt Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Ein aus abgestimmten Einzelmaßnahmen gebildetes „Anti-Fraud-Management-System“ hat präventive Wirkung.
  • Vielfältigkeit von Fraud und Vielzahl zu beachtender Regelungen
  • „Compliance“-Verantwortliche und der Grad der Verantwortung
  • Die Theorie über den Täter und sogenannte Red Flags
  • Prävention und Anti-Fraud-Management-Systeme